Nach unserer Ankunft in Oranienburg, wo das Konzentrationslager Sachsenhausen 1936 erbaut worden ist und sich heute die Gedenkstätte befindet, wurden wir von einem Mitarbeiter der Gedenkstätte über das Gelände geführt. Dabei begannen wir bei einem zerfallenen Haus, von dem uns gesagt wurde, dass es früher Funkzentrale gewesen ist. Für damalige Verhältnisse war dies sehr modern, heute ist eine Renovierung und Erhaltung des Gebäudes nicht mehr möglich. Insgesamt war das Lager Sachsenhausen für damalige Verhältnisse modern gebaut. Wir gingen durch den Museumsteil der Gedenkstätte, in der uns einige Persönlichkeiten – Täter und Opfer – vorgestellt wurden. Danach gingen wir durch das Haupttor und betraten erst den Appellplatz, später auch die Baracken, in denen die Häftlinge leben mussten und erfuhren etwas über den Tagesablauf im Konzentrationslager. Anschließend konnten wir uns in kleinen Gruppen mit einzelnen Aspekten der Geschichte des Lagers beschäftigen (z. B. mit der Herkunft der Häftlinge und mit medizinischen Versuchen, die an Häftlingen vorgenommen wurden). Abschließend haben wir noch das ehemalige Pathologische Institut und den Sezierraum besichtigt. Auch die ehemalige Leichenhalle durften wir betreten, was ein unheimlicher und gleichzeitig eindrücklicher Abschluss des Projekttages war.

M. Kaluscha

Fotos: Finn Scheminski, Arne Stange